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Zur Geschichte des Hauses:
Als im Februar 1946 die Heimatvertriebenen aus Ungarn kamen, war die Wohnungsnot in den Gemeinden groß. Auch die kleine Gemeinde Hüffenhardt musste eine große Anzahl Flüchtlinge unterbringen und versorgen. Privater Wohnraum wurde beschlagnahmt, aber auch das Dorfgemeinschaftshaus wurde zur behelfsweisen Notunterbringung für die Vertriebenen genutzt. ( u.a. Schlafsaal für 40 Personen )
Natürlich konnte dieser beengte und nur mit geringer sanitärer Ausstattung versehene Wohnraum kein Dauerzustand bleiben. Es bedurfte umfassenderer Investitionen, um aus dem Notbehelfshaus ein Altenheim zu machen. Da die kleine Gemeinde Hüffenhardt, diese finanzielle Belastung nicht schultern konnte, entschloss sich die Landkreisverwaltung, das Gebäude mit angrenzendem Grundstück 1956 zu kaufen 1960 war es soweit, der Landkreis investierte eine Million DM für einen neuen Bettentrakt mit ca. 100 Wohnplätzen ( Zwei- und Vierbettzimmer) sowie in ein schönes weitläufiges Gartengelände. Es entstand ein zeitgemäßes Altersheim mit Funktionscharakter.
Unser Kreisaltersheim Hüffenhardt Nach 25 Jahren war zeigte sich ein Wandel in der Versorgung. Da immer weniger rüstige Altenheimbewohner ins Heim kamen und durch vermehrte Pflegebedürftigkeit umfassendere pflegefachliche Pflege- und Betreuung brauchten, vollzog sich auch im Kreisaltersheim der Wandel vom Altersheim als Wohnort in eine Altenpflegeeinrichtung. Anfänglich reagierte man mit der Erhöhung der Pflegefachkräfte um der vermehrten Pflegesituation gerecht zu werden. Aber bald zeigte sich, dass es mittelfristig nicht genügte nur die personelle Mitarbeitersituation zu verbessern, sondern dass zu einer umfassenden fachlich qualifizierten Pflege und einer bedarfsgerechten Wohnqualität auch bauliche Veränderungen zwingend notwendig waren.
Hier war eine strategische Planung für den Fortbestand des KAH notwendig: Neubau? Generalsanierung? So weitermachen wäre nicht möglich gewesen, da man sonst wegen der geringen Wohn- und Pflegequalität mit ständig fallender Nachfrage rechnen musste. Der Beginn der Pflegeversicherung und somit die finanzielle Entlastung der Heimbewohner war zwar in greifbarer Nähe, aber niemand konnte mit Sicherheit sagen, wie sich die stationäre Altenhilfe entwickeln wird. Hilfreich war, dass alle im Kreistag vertretenen Parteien den Fortbestand des KAH wollten, so dass trotz enormer Kosten ( 10 Mio. DM ) der Kreistag des NOK die Generalsanierung des KAH beschloss.
Ziel / Vorgabe: Moderne funktionale Küche mit optimierten Arbeitsabläufen, zwei Aufzüge, sowie 90 behindertengerechte Einzelzimmer mit Sanitärzelle (Dusche, Waschbecken, Toilette), viel Nutzfläche und Freiräume für die Bewohner, helle lichtdurchflutete Räumlichkeiten sowie eine großflächige Gartenanlage mit Rundwegen und gemütlichen Verweilecken. Der Umbau unseres Hauses bei vollen Geschäftsbetrieb begann. (1987 bis 1990)
Im Juni 1990 war es dann soweit, der letzte Bauabschnitt, die Sanierung des Haupthauses mit neuem Dach und neuem Speisesaal war beendet und die große Einweihungsfeier mit den Bewohnern, Angehörigen, der Bevölkerung sowie den Ehrengästen konnte durchgeführt werden.
Das Kreisaltersheim war nun ein modernes Pflegeheim mit Wohncharakter.
Nach der Fertigstellung des Hauses konnte nun mit der Innenausstattung, und der Gestaltung der Bewohnerzimmer begonnen werden.
Gleichzeitig galt es den Aufbau der Beschäftigungs - und Freizeitstrukturen zu initiieren und die Öffnung nach außen zur Gemeinde, den Senioren des Ortes, den Vereinen, den Ehrenamtlichen und Angehörigen zu intensivieren. Auch die Ausweitung und Aufwertung der Pflegefachlichkeit, der Pflegequalität sowie der Lebensqualität unserer Hausbewohner galt es weiterzuentwickeln, was dann in unserem umfassenden zukunftsorientierten Leitbild und der Hauskonzeption ausformuliert wurde. Die hohe Wohnqualität und insbesondere die fachl. qualifizierte Pflege - und Betreuungsqualität sprachen sich herum, so dass das Haus immer gut belegt war.
Weitere bauliche Maßnahmen:
Im Jahre 2000 wurden das Verwaltungsgebäude erweitert, und der Haupteingang überdacht, auf die erweiterte Dachfläche der Verwaltungsräume wurde ein schöner, wohnlicher Wintergarten aufgesetzt. Mit seiner gediegenen Ausstattung sowie der großzügigen Brunnenanlage und der reichhaltigen Pflanzenwelt, ist er ein Ort der Ruhe und Entspannung aber auch Treffpunkt zum geselligen Beisammensein.
Zwar wurde der gemeinsame Speisesaal 1990 sehr großzügig und ansprechend konzipiert, ( Platz für 80 Personen ) aber es zeigte sich recht bald, dass durch die veränderte Bewohnerstruktur (Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, Rollstuhlfahrer, Rollatoren) immer mehr Bewohner den Speiseraum / Wohnraum des jeweiligen Wohnbereiches aufsuchten. Da dort die vorhandene Nutzfläche von ca 22 qm kaum noch ausreichte, genehmigte der Kreistag 2002 einen kleinen zylindrischen Anbau, der die jeweiligen Nutzflächen der 4 Wohnbereiche auf knapp 50 qm erhöhte. Diese erweiterten Räumlichkeiten wurden nun als Speise – und Wohnraum, aber auch für tagesstrukturierende Programme der Beschäftigungsherapie genutzt.
Neue Konzepte anbieten:
Die Überalterung der Gesellschaft, Zunahme der Alleinlebenden, der Pflegebedürftigen, der demenziell erkrankten zwingt zum Handeln, auch im Altenhilfebereich. Es bedarf neuer adäquaten Pflege- und Betreuungsformen. Auch wir, der Kreistag des N-O-K konnten und wollten uns diesen zukunftsorientierten Notwendigkeiten und Herausforderungen nicht verschließen.
Am 21. März 2005 hat der Kreistagsausschuss für Gesundheitseinrichtungen einstimmig nach erfolgter zweijähriger Planung und Vorbereitung diesen zukunftsorientierten Anbau für 45 Bewohner, insbesondere für Menschen mit dementiellen Erkrankungen ( kleine Bereiche von 15 bzw. 16 Personen, behindertengerechte Einzelzimmer mit Sanitärzelle )beim KAH beschlossen.
Der Anbau wurde U – förmig als Verlängerung an den bestehenden Altbau angegliedert ( siehe Planskizze ). Im Inneren des U entstand eine hochwertige kleine Parkanlage, unser „Garten der Sinne von ca 220 qm, eine Oase der Ruhe und Erholung. Sie bietet für alle Sinne etwas: hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen.
Mit dem gelungenen Abschluss dieser baulichen Maßnahme im März 2007 und dem Pflege- und Betreuungskonzept sind wir nun auf die künftigen, sich abzeichnenden Herausforderungen optimal vorbereitet. Die neuen, optimalen räumlichen Gegebenheiten unterstützen diese Zielsetzung.
Wir werden auch weiterhin alles tun werden, damit Sie mit unseren Leistungen zufrieden sind und sich in unserem Hause gut versorgt und geborgen fühlen.
zum geschichtlichen Rückblick
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